Verraten – Buchreview zu Jussi Adler-Olsen

Inhaltsverzeichnis

Der Roman „Verraten“ ist das zehnte und finale Buch der „Sonderdezernat Q“-Reihe von Jussi Adler-Olsen. Die Geschichte führt die jahrelangen Ermittlungsstränge und persönlichen Konflikte des Teams zu einem dramatischen Abschluss.

Carl hinter Gittern 

Die Handlung verknüpft die aktuellen Ereignisse mit den Anfängen der langjährigen Druckluftnagler-Ermittlungen. Carl ist gezwungen, die Folgen seiner früheren Entschlüsse zu tragen, während er parallel für den Beweis seiner Unschuld kämpft. Unterdessen stehen Assad, Rose und Gordon unter enormem Druck. Angesichts der drohenden Schließung des Dezernats, permanenter Beschattung und externer Attacken gerät der Zusammenhalt der Gruppe ins Wanken. 

Dennoch setzen sie alles aufs Spiel, um Carl beizustehen und die Drahtzieher im Hintergrund aufzudecken. Gemeinsam stellt sich das Team einem mächtigen Netzwerk aus Intrigen, dessen Verzweigungen bis in die Spitzen von Politik und Sicherheitsbehörden reichen. In einem packenden Wettlauf gegen die Uhr versuchen sie, die tief verwurzelte Korruption offenzulegen und die Schuldigen in den eigenen Reihen zu überführen, noch ehe Carls Existenz endgültig vernichtet ist.

Ein gutes Finale?

Der finale Roman „Verraten” knüpft nahtlos an „Natrium Chlorid” an. Auch wenn wir jetzt wissen ist „Verraten” nicht das Ende der Reihe und wurde schon fortgesetzt, aber es ist das Ende des alten Sonderdezernat Q und es wird endlich der Druckluftnagler-Fall, wo Carl und Hardy verletzt und Anker getötet wurden. Die Ermittlungen dazu waren immer Teil der Reihe mal mehr mal weniger. Der Höhepunkt des Falls fing aber schon in „Natrium Chlorid” als Carl verhaftet werden sollte, aber er den Fall noch lösen musste. 

So sitzt Carl jetzt im Gefängnis und muss um sein Leben kämpfen, da nicht nur die Justiz hinter ihm her ist, sondern auch ein Drogenring, die davon überzeugt sind, dass Carl zusammen mit Anker die Organisation bestohlen hat. Aber nicht nur Carl steht auf der Todesliste, sondern auch andere, die der Organisation gefährlich werden könnten. Wie immer steht das Sonderdezernat Q hinter Carl, aber Marcus Jacobsen steht nicht hinter ihm. Er denkt wirklich, dass Carl schuldig ist. Das war sehr überraschend, aber man kann es verstehen, denn Anker kann nicht der einzige gewesen sein, der Dreck am Stecken hat.

Der Roman ist sehr spannend erzählt und kann sehr gut nach „Natrium Chlorid” gelesen werden und ist dann der zweite Teil des Buches. Dass sogar alte Bekannte Carl zu Hilfe gekommen ist und wir wissen, was sie in der Zwischenzeit getan hat. Es wäre ein gutes Finale gewesen, aber ich bin froh, dass die Reihe trotzdem weitergeht mit Änderungen.

Die ganze Reihe

Da ich nur einen Teil der Bücher hier besprochen habe, möchte ich die Reihe nochmal komplett durchgehen. Die Reihe ist richtig gut, hat aber auch Fälle, die man leicht vergessen kann. „Schändung” ist zum Beispiel eine, die ich nicht mehr im Kopf habe. „Verachtung” hingegen weiß ich noch genau, was da passiert ist. Natürlich ist auch das erste Buch „Erbarmen” im Kopf geblieben. Ab “Selfies” ging mir die Reihe so richtig in den Kopf und hoffe das wir davon eine Verfilmung bekommen, den die Geschichte fand ich richtig gut. Wenn die Serie chronologisch vorgeht, würde es noch Jahre dauern.

Ich muss sagen, dass die Reihe um das Sonderdezernat Q meine Lieblingsbuchreihe ist, noch vor der Millennium-Reihe. Wo ich die erste Trilogie großartig finde. Carl Mørck entwickelt sich vom Miesepeter zu einem sympathischen Ermittler. Eigentlich hat sich das ganze Team sehr gut entwickelt, sogar Gordon hat es geschafft, perfekt ins Team zu passen. Ich freue mich sehr, dass die Reihe trotz des großen Finales weitergeht. Ich bin gespannt, wie die neue Dynamik im Team funktioniert. 

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