Worum geht es in „Dark Places“?
Die mittlerweile 31-jährige Libby ist 24 Jahre nach den Bluttaten schwer traumatisiert, ohne Beschäftigung und finanziell ruiniert, da ihre kindlichen Spendenfonds erschöpft sind. Daraufhin wendet sich Lyle Wirth an sie, der dem „Kill Club“ angehört – einer Gruppe von True-Crime-Fans, von Bens Unschuld überzeugt sind. Getrieben von reiner Not an Finanzen erklärt sich Libby bereit, gegen Entlohnung Nachforschungen aufzunehmen und Gespräche mit damaligen Beteiligten zu führen.
Dabei verläuft die Handlung auf zwei gleichzeitigen Ebenen: Libbys Ermittlungen in der heutigen Zeit sowie den nach und nach enthüllten Rückblenden auf den Tattag 1985, erzählt aus den Blickwinkeln von Patty Day und Ben Day. Damals, im Jahr 1985, geriet der isolierte Ben im Zuge der satanistischen Welle auf Abwege und ließ sich mit der manipulativen Diondra ein.
Ein guter Thriller
Ich mochte schon das Buch Gone Girl von Gillian Flynn (besonders die Verfilmung) und dachte, dann könnte ich auch ihr zweites Buch lesen. Wie auch schon Gone Girl wechselt auch diese Geschichte, die Zeitebenen und Perspektiven. Der Plot ist sehr interessant und ich war gespannt, wie die Geschichte ist. Denn ich wusste schon, dass da mehr dahintersteckt als alle denken. Obwohl es auch gut gewesen wäre, wenn es wirklich so gewesen wäre, wie alle denken.
Libby ist auch nicht die sympathische Protagonistin, aber eine verständliche. Wo man sagen kann, es gibt keine sympathische Figur in dem Buch. Aber dafür ist die Geschichte gut. Auch wenn man relativ schnell weiß, wer vermutlich für den Vorfall verantwortlich war. Und wir wissen, dass die Mutter Patty auch was geplant hat, um die Farm zu retten.
Was mir nicht so gefallen hat, das alles irgendwie minimalistisch ist. Es gab keine richtige Ermittlung und Libby hat alles sofort geglaubt. Da sind die Rückblicke viel besser. Wir verstehen Ben und die Familienverhältnisse der Days und da könnte man denken, dass Ben beteiligt war. An diesem Tag ist einfach sehr viel passiert, das auf den Vorfall eingezahlt hat.
„Dark Places“ ist trotz der kleineren Probleme ein sehr guter Roman und ich habe ihn gerne gelesen. Man konnte teile schon erraten, aber die Lösung hat man erst zum Schluss bekommen