Kein Zurück – Buchreview zu Stephen King

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Nach der “Bill Hodges”-Reihe, “Der Outsider”, “Blutige Nachrichten” und “Holly” ist Holly Gibney in “Kein Zurück” zurück. Stephen King hat wohl einen Narren an Holly Gibney gefressen. King hat auch schon in einem Interview gesagt, dass sie sein Lieblingscharakter ist. Da ist es auch nicht verwunderlich, dass sie so oft vorkommt und auch eine Hauptrolle in den meisten Geschichten übernimmt. In der Bill-Hodges-Trilogie war sie noch eine Nebenfigur.

Warum geht es?

Privatermittlerin Holly Gibney wird von der Polizei um Hilfe gebeten, nachdem ein anonymes Schreiben eine Mordserie ankündigt. Das erste Opfer, eine unbescholtene Frau, hält einen Zettel in der Hand. Darauf steht der Name einer Geschworenen, die an der Verurteilung eines Mannes beteiligt war, der unschuldig im Gefängnis erstochen wurde. Handelt es sich um einen “Sühneakt“, bei dem der Täter willkürlich “Ersatzopfer“ tötet, um die Geschworenen leiden zu lassen, die für den Tod des Unschuldigen verantwortlich sind?

Die Mordserie geht weiter, und während Holly fieberhaft versucht, das Puzzle zusammenzusetzen, muss sie gleichzeitig eine Feministin beschützen, für die sie als Personenschützerin arbeitet und die Ziel von Anschlägen ist. Alles steuert auf eine einzige, große Katastrophe zu.

Starke Frauen und ein überraschendes Finale?

Wie Stephen King bin ich auch ein Fan von Holly Gibney. Sie ist ein toller Charakter, der sich über die Romane hinweg gut entwickelt hat. Dazu kommt dann noch der gute Plot der Geschichte. Zum einen haben wir den Serienmörder, zum anderen begibt sich Holly in eine neue Situation. Sie wird zur Personenschützerin der Feministin Kate McKay und nebenbei versucht sie den Serienmörder zu finden. Wir Leser wissen mehr über den Mörder “Bill Wilson” als alle anderen Figuren. So wissen wir, dass er Alkoholiker ist und zu den anonymen Alkoholikern geht und da nur unter seinem Spitznamen “Trig” bekannt ist. In der gesamten Handlung wissen wir überall Beweggründe aller Beteiligten, bescheid nur die des Mörders nicht. So müssen wir mit raten, was der Grund ist, dass er diese Morde begeht. Ich muss sagen, ich habe es bis zur Auflösung nicht rausbekommen, obwohl das Buch es möglich macht, es selbst herauszufinden, nicht alles, aber das Wichtigste.

Die Geschichte wird in drei Handlungsstränge, die sich überschneiden, aufgeteilt. Die Haupthandlung ist die Jagd nach dem Serienmörder. Der andere ist der um Kate McKay, die von einem Stalker verfolgt wird. Und der letzte ist der um Barbara Robinson und der Sängerin Sista Bessie. Die Handlungsstränge sind abhängig voneinander und keine, die bis zum Ende parallel zueinander laufen und am Ende erst ineinander führen. Auch wenn die Auflösung des Serienmörders überrascht, tut es das letztendliche Finale eher weniger. Mir war relativ klar, dass keiner unserer Protagonisten sterben wird.

Was mir zum Ende hin aufgefallen ist, ist, dass das Buch sich auf starke Frauen fokussiert, ohne es einem ins Gesicht zu drücken. Obwohl der Charakter Kate McKay am besten verdeutlicht, stehen die anderen Frauen nicht im Schatten. Die Figuren umfassen ein weites Spektrum verschiedener Frauen, vom Alter bis zum Hintergrund. Doch ist “Kein Zurück” ein gutes Buch. Ich wäre bereit, ein weiteres Buch um Holly Gibney zu lesen. Vielleicht mit Fokus auf Detective Isabelle “Izzy” James.

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