Silberne Geister – Buchreview zu Silvia Moreno-Garcia

Inhaltsverzeichnis

Alte Filme, Okkultismus, Nazis und ein bisschen Magie. Das sind die Bestandteile von Silvia Moreno-Garcias neuesten Buch “Silberne Geister”. Silvia Moreno-Garcia ist eine preisgekrönte mexikanisch-kanadische Autorin und eine wahre Meisterin der Genres. Ihr Spektrum reicht von Schauerromanen und Noir-Krimis bis zu Science-Fiction und Fantasy. Mit Romanen wie dem Überraschungserfolg “Der mexikanische Fluch” hat sie sich international einen Namen gemacht. Ihr herausragendes Werk wurde unter anderem mit dem World Fantasy Award, dem Sunburst Award und dem Locus Award ausgezeichnet.

Handlung von “Silberne Geister”

Montserrat ist eine Außenseiterin im mexikanischen Filmbusiness, doch ihre große Leidenschaft für Horrorfilme ist ungebrochen. Ihr größter Rückhalt ist ihr Jugendfreund Tristán, ein wenig erfolgreicher Soap-Darsteller. Als sich die unwiderstehliche Chance ergibt, einen legendären, nie vollendeten Horrorfilm zu Ende zu bringen, ergreifen die beiden sie sofort. Sie ahnen jedoch nicht, dass der Filmstreifen einen dunklen Fluch birgt, der alle Beteiligten ins Unglück stürzt. Und das ist nur der Anfang: Der Geist eines teuflischen Nazi-Okkultisten steht kurz davor, ins Reich der Lebenden zurückzukehren. Nun liegt es an Montserrat und Tristán, das Böse und seine Anhänger um jeden Preis aufzuhalten, inmitten von bedrohlichen Séancen und hochentzündlichen Filmrollen.

Kritik

Auf das Buch “Silberne Geister” von Silvia Moreno-Garcia bin ich durch das Format “Books of Blood” vom Podcast “Devils & Demons” Aufmerksamkeit geworden. Die Rezession hat mir sehr zugesagt, dass ich das Buch lesen wollte. Das habe ich nun gemacht. Ich bin jetzt nicht im mexikanischen Filmkult drin und das hat es ein bisschen schwer gemacht, in die Geschichte reinzukommen. Aber ich kann doch einiges nachvollziehen, wie die Liebe zu Nischenfilmen. Es ist aber nicht so, dass es sehr viel um mexikanische Kult geht, die Geschichte kann man auch gut in anderen Ländern spielen lassen.

Die Geschichte braucht lange, um in die Gänge zu kommen, aber zum Ende hin wird es richtig spannend. Es braucht lange, bis es richtig losgeht. Montserrat und Tristán brauchen lange, um dem Vorhaben des Regisseurs zuzustimmen. Aber dann geht es erst los. Das ganze Magiethema hat mir sehr gefallen, was ein großer Teil des Buches ist. Ein großer Kritikpunkt, den ich an dem Buch habe, ist, dass die Filmarbeit nur am Rande erwähnt wird. So ist Montserrat Soundeditorin, aber daraus wird nichts gemacht. Was ich schade fand. Auch dass das Geschehen gefühlt in einer Parallelwelt stattfindet, war nicht so gut. Bis auf das die Polizei wegen eines Ereignisses eingeschaltet wird, hat alles keine Auswirkungen auf irgendwas.

Fazit

Trotzdem ist “Silberne Geister” ein spannendes Buch, das einen Einblick in die Welt des Okkultismuses bietet. Das Buch hat mir gut gefallen, dass ich mir auch die beiden anderen Bücher, “Der mexikanische Fluch” und “Die Tochter des Doktor Moreau”, von Silvia Moreno-Garcia auf meine Leseliste packen werde. Wer eine Geschichte über Okkultismus sucht, sollte “Silberne Geister” lesen. Wer aber mehr an der Filmthematik interessiert ist, sollte es nicht unbedingt auf seiner Leseliste packen.

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